{"id":11142,"date":"2026-10-31T00:09:55","date_gmt":"2026-10-30T23:09:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.asta-giessen.de\/?p=11142"},"modified":"2026-11-02T22:12:21","modified_gmt":"2026-11-02T21:12:21","slug":"offener-brief-kommunikation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.asta-giessen.de\/en\/offener-brief-kommunikation\/","title":{"rendered":"Offener Brief: Mitbestimmung statt Hinterzimmerpolitik! Warum der AStA Antworten vom Pr\u00e4sidium fordert."},"content":{"rendered":"<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vertrauen braucht offene Kommunikation und verbindliche Beteiligung<\/strong><\/h3>\r\n<p><!-- \/wp:post-content --><\/p>\r\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\r\n<p><strong>An das Pr\u00e4sidium der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen<\/strong><\/p>\r\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\r\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\r\n<p><strong>Zur Kenntnis: <\/strong>Senat der JLU, Studierende, Hochschul\u00f6ffentlichkeit, Medien und entsprechende Gremien in Marburg<\/p>\r\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\r\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\r\n<p>Sehr geehrtes Pr\u00e4sidium,<\/p>\r\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\r\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\r\n<p>die Fachschaft CNMS und die Aktive Fachschaft Friedens- und Konfliktforschung der Philipps-Universit\u00e4t Marburg haben in einem \u00f6ffentlichen Statement eine f\u00fcr November 2026 geplante Delegationsreise des Marburger Pr\u00e4sidiums nach Israel kritisiert. Nach ihrer Darstellung wurde die Reise \u00fcber l\u00e4ngere Zeit vorbereitet, ohne die Hochschul\u00f6ffentlichkeit angemessen einzubeziehen. Sie verweisen auf ein Einladungsschreiben, das die Initiative als hessisches \u201eLeuchtturmprojekt\u201c bezeichne und eine Ausweitung auf weitere Hochschulen in Aussicht stelle.<\/p>\r\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\r\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\r\n<p>Diese Angaben sind die Darstellung der Marburger Fachschaften; wir k\u00f6nnen sie nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfen. Sollte sich das beschriebene Vorgehen best\u00e4tigen, kritisieren wir es deutlich und unterst\u00fctzen die Forderung der Fachschaften nach Offenlegung. Ein Pr\u00e4sidium darf ein hochschulpolitisch und gesellschaftlich derart sensibles Vorhaben nicht hinter verschlossenen T\u00fcren vorbereiten und die Hochschul\u00f6ffentlichkeit erst sp\u00e4t mit den Folgen konfrontieren. Wo Wissenschaftsfreiheit, internationale Kooperationen und der Umgang mit unterschiedlichen Perspektiven ber\u00fchrt sind, braucht es fr\u00fchzeitige Information, offene Debatte und die Beteiligung der zust\u00e4ndigen Gremien. Die Universit\u00e4t ist keine Kulisse f\u00fcr Entscheidungen, die in kleinen, nicht transparenten Kreisen getroffen werden.<\/p>\r\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\r\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\r\n<p><strong>Warum wir uns jetzt \u00e4u\u00dfern.<\/strong> Wir nutzen den Marburger Fall, um zu verhindern, dass sich in Gie\u00dfen ein \u00e4hnliches Kommunikationsmuster wiederholt. Das gilt besonders, falls die JLU in diese oder eine vergleichbare Initiative einbezogen werden soll. Die j\u00fcngere Vergangenheit zeigt, dass diese Sorge begr\u00fcndet ist: Die Exzellenzbewerbung und der Umgang mit der Hausbesetzung haben den Senat wiederholt und bis in die letzte Sitzung besch\u00e4ftigt. Beide Vorg\u00e4nge stehen f\u00fcr ein Muster, das wir nicht fortgesetzt sehen wollen.<\/p>\r\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\r\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\r\n<p><strong>Exzellenzbewerbung.<\/strong> Wichtige Fragen blieben f\u00fcr viele Mitglieder der Universit\u00e4t unbeantwortet oder wurden nicht so kommuniziert, dass Klarheit statt Verunsicherung entstand. Die weitreichenden \u00dcberlegungen zur Zusammenarbeit mit der Philipps-Universit\u00e4t Marburg, bis hin zu einer m\u00f6glichen Fusion, h\u00e4tten von Seiten des Pr\u00e4sidiums verst\u00e4ndliche, kontinuierliche Information und eine offene Debatte erfordert. Unabh\u00e4ngig vom Ausgang des Wettbewerbs bleibt die Frage, wie die Universit\u00e4t \u00fcber ein so bedeutendes Vorhaben informiert und beteiligt wurde.<\/p>\r\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\r\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\r\n<p><strong>Hausbesetzung.<\/strong>\u00a0Auch hier wurden aus unserer Sicht vom Pr\u00e4sidium Fakten geschaffen, ohne zuvor den Senat zu befassen, obwohl wenige Tage sp\u00e4ter eine Senatssitzung stattfand und bis heute explizit gegen den Willen des Senats gehandelt wird. Bei einer derart konflikttr\u00e4chtigen Entscheidung muss das Pr\u00e4sidium erkl\u00e4ren, warum der Senat nicht vorher einbezogen wurde und weshalb eine Beratung vor der Entscheidung nicht m\u00f6glich oder nicht gewollt war.<\/p>\r\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\r\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\r\n<p><strong>Unsere Erwartung.<\/strong> Entscheidungen, die die Universit\u00e4t und ihre Mitglieder wesentlich betreffen, d\u00fcrfen nicht ohne den Senat und nicht ohne die Studierenden getroffen werden. Studierende sind die gr\u00f6\u00dfte Mitgliedergruppe dieser Universit\u00e4t. Wir verstehen Beteiligung nicht als Gef\u00e4lligkeit, sondern als Voraussetzung legitimer Entscheidungen, sei es bei der Exzellenzstrategie, bei der Nutzung von Hochschulr\u00e4umen, bei Delegationsreisen und Kooperationen oder bei allen k\u00fcnftigen Vorhaben von universit\u00e4tsweiter Bedeutung. Offene Kommunikation darf keine Ausnahme sein, die erst unter \u00f6ffentlichem Druck eingefordert werden muss.<\/p>\r\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\r\n<p><!-- wp:heading {\"level\":3} --><\/p>\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Unsere<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><strong>Fragen<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><strong>an das<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><strong>Pr\u00e4sidium<\/strong><\/h3>\r\n<p><!-- \/wp:heading --><\/p>\r\n<p><!-- wp:list {\"ordered\":true} --><\/p>\r\n<ol class=\"wp-block-list\">\r\n<li>\r\n<ol class=\"wp-block-list\"><!-- wp:list-item -->\r\n<li>Welche Informationen liegen dem Pr\u00e4sidium zur Marburger Initiative vor, die laut dem Statement der dortigen Fachschaften als hessisches \u201eLeuchtturmprojekt\u201c bezeichnet und mit einer m\u00f6glichen Ausweitung auf weitere Hochschulen verbunden wurde?<\/li>\r\n<li>Wurde die JLU zu dieser oder einer vergleichbaren Initiative eingeladen, angefragt oder anderweitig einbezogen? Erw\u00e4gt die JLU eine\u00a0Beteiligung?<\/li>\r\n<li>Wie bewertet das Pr\u00e4sidium die von den Marburger Fachschaften geschilderte fehlende Beteiligung der Hochschul\u00f6ffentlichkeit?<\/li>\r\n<li>Welche Konsequenzen zieht das Pr\u00e4sidium aus der aus unserer Sicht unzureichenden Kommunikation bei der Exzellenzbewerbung und der Hausbesetzung?<\/li>\r\n<li>Wie stellt das Pr\u00e4sidium k\u00fcnftig sicher, dass Senat und Studierendenschaft bei weitreichenden Vorhaben fr\u00fchzeitig informiert und vor der Entscheidung in die Beratung einbezogen werden?<\/li>\r\n<\/ol>\r\n<\/li>\r\n<\/ol>\r\n<p><!-- \/wp:list-item --><\/p>\r\n<p><!-- wp:list-item --><\/p>\r\n<ol class=\"wp-block-list\">\r\n<li>\u00a0<\/li>\r\n<\/ol>\r\n<p><!-- \/wp:list-item --><\/p>\r\n<p><!-- wp:list-item --><\/p>\r\n<ol class=\"wp-block-list\">\r\n<li>\u00a0<\/li>\r\n<\/ol>\r\n<p><!-- \/wp:list-item --><\/p>\r\n<p><!-- wp:list-item --><\/p>\r\n<ol class=\"wp-block-list\">\r\n<li>\u00a0<\/li>\r\n<\/ol>\r\n<p><!-- \/wp:list-item --><\/p>\r\n<p><!-- wp:list-item --><\/p>\r\n<ol class=\"wp-block-list\">\r\n<li>\u00a0<\/li>\r\n<\/ol>\r\n<p><!-- \/wp:list-item --><\/p>\r\n<p><!-- \/wp:list --><\/p>\r\n<p><!-- wp:heading {\"level\":3} --><\/p>\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Unsere<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><strong>Forderungen<\/strong><\/h3>\r\n<p><!-- \/wp:heading --><\/p>\r\n<p><!-- wp:list --><\/p>\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n<li>\r\n<ul class=\"wp-block-list\"><!-- wp:list-item -->\r\n<li><strong>Keine Entscheidung ohne Beteiligung:<\/strong> Vorhaben von universit\u00e4tsweiter Bedeutung, einschlie\u00dflich Kooperationen, Delegationsreisen und strategischer Weichenstellungen, werden nicht ohne vorherige Befassung des Senats und Einbindung der Studierendenvertretung entschieden.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<p><!-- \/wp:list-item --><\/p>\r\n<p><!-- wp:list-item --><\/p>\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n<li>\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n<li><strong>Fr\u00fchzeitige Information:<\/strong> Der Senat und die Studierendenschaft werden vor, nicht nach der Entscheidung informiert.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<p><!-- \/wp:list-item --><\/p>\r\n<p><!-- wp:list-item --><\/p>\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n<li>\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n<li><strong>Begr\u00fcndungspflicht:<\/strong> Wird der Senat ausnahmsweise nicht vorab befasst, legt das Pr\u00e4sidium offen, warum dies nicht m\u00f6glich oder nicht gewollt war.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<p><!-- \/wp:list-item --><\/p>\r\n<p><!-- wp:list-item --><\/p>\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n<li>\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n<li><strong>\u00d6ffentliche Antwort:<\/strong> Das Pr\u00e4sidium beantwortet die obigen Fragen \u00f6ffentlich und sp\u00e4testens zur n\u00e4chsten Senatssitzung am 18.11.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<p><!-- \/wp:list-item --><\/p>\r\n<p><!-- \/wp:list --><\/p>\r\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\r\n<p>Vertrauen entsteht nicht durch nachtr\u00e4gliche Erl\u00e4uterungen, sondern durch fr\u00fchzeitige Information, ernsthafte Beteiligung und die Bereitschaft, Entscheidungen im offenen Diskurs zu begr\u00fcnden. Wir erwarten eine klare und nachvollziehbare Antwort.<\/p>\r\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\r\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\r\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\r\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\r\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\r\n<p><strong>Der AStA der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen<\/strong><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vertrauen braucht offene Kommunikation und verbindliche Beteiligung An das Pr\u00e4sidium der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen Zur Kenntnis: Senat der JLU, Studierende, Hochschul\u00f6ffentlichkeit, Medien und entsprechende Gremien in &hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":64,"featured_media":11156,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":true,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[391,1,11,390],"tags":[],"class_list":["post-11142","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles","category-allgemein","category-c12-hochschulpolitik","category-home","latest_post"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.6","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"en":{"title":true,"content":true,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.asta-giessen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11142","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.asta-giessen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.asta-giessen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.asta-giessen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/64"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.asta-giessen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11142"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.asta-giessen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11142\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11189,"href":"https:\/\/www.asta-giessen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11142\/revisions\/11189"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.asta-giessen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11156"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.asta-giessen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11142"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.asta-giessen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11142"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.asta-giessen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11142"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}