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Jan
27
Mi
Post-Corona Ökonomie: Wie viel Wandel brauchen wir?
Jan 27 um 19:00 – 21:00
Post-Corona Ökonomie: Wie viel Wandel brauchen wir?
Post-Corona Ökonomie: Wie viel Wandel brauchen wir? – online #Podiumsdiskussion. 27.01.2021, 19-21Uhr auf Zoom. Mit Christian Felber, Claudia Kemfert und Andrea Vetter.
 Link zur Veranstaltung: https://t1p.de/postcoronaoekonomie Meeting ID: 811 8394 6059, Kenncode: 462615
Spoiler:

Der Beginn der Impfungen gegen das Coronavirus wird immer wieder als Wendepunkt beworben, wonach wir zu unserem gewohnten Leben zurückkehren können. Doch können wir das? Sollten wir das?

Wir leben in einem (Wirtschafts-)System, das Lebensräume zerstört, Arten ausrottet, Wälder ausbeutet und die Klimakrise befeuert. Die Folgen dessen – seien es Covid-19, Ernteausfälle oder Finanzkrisen – werden nicht immer von Staaten aufgefangen werden können. Zumal die Klimakrise als nächste große weltweite Krise weitaus mehr Menschenleben und Finanzmittel kosten wird als Covid-19.
Die Politik der CoViD-19 Krise hat uns aber auch vor Augen geführt, wie nah wir politischen Veränderungen kommen können, wenn wir geschlossen an einem Strang ziehen. Gleichzeitig zeigt uns ein Blick in die Geschichte der Krisen des 21. Jahrhunderts – sei es die Finanzkrise oder Flüchtlingskrise – dass eine wirkliche, nachhaltige Bewältigung und politische Krisenabsicherung vermutlich ausbleiben wird. Liegen die immer wiederkehrenden Krisenwellen an dem zugrundliegenden Wirtschaftssystem? Und wenn ja, was gibt es für Alternativen?
Dazu möchten wir in unserer Podiumsdiskussion unterschiedliche Perspektiven für eine Post-Corona Ökonomie vorstellen. Es soll die Gemeinwohlökonomie und Post-Wachstumstheorien mit Ideen eines veränderten neoklassischen Systems kritisch auf dem Podium und mit allen Teilnehmenden diskutiert werden. Hierzu werden die Expert*innen Christian Felber, Andrea Vetter und Claudia Kemfert auf der virtuellen Bühne sitzen. Im Anschluss wird Zeit für eigene Ideen und Fragen bleiben. Wir freuen uns auf zahlreiches Zuschalten, egal ob wirtschaftlich vorgebildet oder nicht. Los geht es am 27.1. um 19 Uhr!

Link: https://t1p.de/postcoronaoekonomie

Feb
1
Mo
Workshop mit Susanne Pawlewicz: „Klassismus und soziale Ungleichheit in der Hochschule“
Feb 1 um 16:00 – 19:00

Hinweis:
Um Anmeldung wird gebeten. Dafür reicht eine formlose Mail mit Angabe des Namens an folgende E-Mail-Adresse: classmatters@posteo.de. Die Anmeldungen werden zur Planung der Gestaltung der Veranstaltung sowie zum Nachweis für unsere Förderer (Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen) erhoben und DSGVO-konform behandelt.
Link: Siehe unten.

Die Alma Mater – Ort der freien Entfaltung, der Absicherung, der intellektuellen Erfüllung und zugleich Ort sozialer Kämpfe: meist in ihrer subtilsten Form. Soziale Ungleichheit findet zwar in einigen Fachrichtungen Beachtung, doch verbleibt sie als blinder Fleck am Ort des eigenen Handelns, dem Feld der Universität. Die universitäre De-Thematisierung der sozialen Herkunft von Lehrenden und Studierenden trägt zur Reproduktion und Verschärfung von gesellschaftlichen Ungleichheitsmechanismen bei, indem sie diese ignoriert. Im Workshop wollen wir vor dem theoretischen Hintergrund des Soziologen Pierre Bourdieu der Herstellung und Verschleierung sozialer Ungleichheit im Hochschulwesen auf die Spur kommen; Verunsicherung und Fremdheitsgefühle, Privilegien und Benachteiligung reflektieren. Aus bildungsbiographischer Perspektive werden wir über den Einfluss der sozialen Herkunft auf das eigene Denken, Wahrnehmen und Handeln sprechen und sozial vermittelte Wahrnehmungs- und Bewertungsformen analysieren.

Susanne Pawlewicz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich „Allgemeine Pädagogik und Pädagogik der Natur- und Umweltwissenschaften“ des Instituts für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik der TU Darmstadt. Seit April 2018 arbeitet sie im zQSL-Projekt „Bildungsaufstieg statt Bildungsausstieg: Förderung der Selbst- und Berufskompetenz von Studierenden nicht-akademischer Herkunft“. Im Projekt wurden Workshops und Seminare entwickelt, um die (Re-) Produktion sozialer Ungleichheit innerhalb des tertiären Bildungssektors zu thematisieren.

Zugang zur Veranstaltung:

https://uni-giessen.webex.com/uni-giessen/j.php?MTID=me4428de3dde2788a220310ebeae1f2b1
Meeting-Kennnummer: 174 153 9457
Passwort: 6zkWt63dT7pacc8918428ce4ea494fc3d1ea36730d9

Über Videosystem beitreten
Wählen Sie 1741539457@uni-giessen.webex.com
Sie können auch 62.109.219.4 wählen und Ihre Meeting-Nummer eingeben.

Über Telefon beitreten
+49-619-6781-9736 Germany Toll
+49-89-95467578 Germany Toll 2
Zugriffscode: 174 153 9457

Feb
3
Mi
Podiumsdiskussion: „Fehl am Platz? Soziale Herkunft und Hochschule“ mit Ingrid Miethe, Francis Seeck, Katja Urbatsch und Richard Dietrich
Feb 3 um 18:00 – 20:30

Hinweis:
Um Anmeldung wird gebeten. Dafür reicht eine formlose Mail mit Angabe des Namens an folgende E-Mail-Adresse: classmatters@posteo.de. Die Anmeldungen werden zur Planung der Gestaltung der Veranstaltung sowie zum Nachweis für unsere Förderer (Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen) erhoben und DSGVO-konform behandelt.
Link: Siehe unten.

Weitere Informationen folgen.

Ingrid Miethe ist Professorin für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der JLU Gießen und aktuell Dekanin des Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften. Schwerpunkt ihrer Forschung ist der Zusammenhang von Herkunftsmilieu und Gesellschaftssystem sowie der universitäre Bildungsaufstieg von Arbeiterkindern. Bis 2019 verantwortete sie das Projekt „Systematisierung und Weiterentwicklung der Methodenausbildung und Nachwuchsförderung in der Bildungsforschung“, gefördert durch das BMBF.

Katja Urbatsch ist Gründerin und hauptamtliche Geschäftsführerin der gemeinnützigen Organisation ArbeiterKind.de. Nach ihrem Hochschulabschluss war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) der Justus-Liebig-Universität Gießen tätig. 2008 gründete sie die Initiative ArbeiterKind.de, die es sich zum Ziel gesetzt hat, den Anteil der Nicht-Akademikerkinder an den Hochschulen zu erhöhen und ihnen Unterstützung zu einem erfolgreichen Studienabschluss zu liefern.

Francis Seeck ist Geschlechterforscher*in und Kulturanthropolog*in und arbeitet zu den Themen Klassismus, soziale Ungleichheit, Care und geschlechtliche Vielfalt. Seit September 2020 ist Seeck Vertretungsprofessor_in für Soziologie und Sozialarbeitswissenschaft an der Hochschule Neubrandenburg. Seit 2009 ist Seeck in der Politischen Bildung und Antidiskriminierungsarbeit tätig und gibt Fortbildungen und Vorträge zu den Themen Klassismus und geschlechtliche Vielfalt. Im Oktober 2020 erschien der Sanmelband „Solidarisch gegen Klassismus. Organisieren, intervenieren, umverteilen“ herausgegegen von Francis Seeck und Brigitte Theißl bei Unrast.

Richard Dietrich studiert Erziehungswissenschaften an der WWU Münster. Dort ist er seit 2017 Referent im Referat für finanziell und kulturell benachteiligte Studierende (FikuS). Als antiklassistischer Aktivist publiziert er Texte und Beiträge zum Thema Klassismus (z.B.: „Die geballte Faust aus der Tasche holen“ im Sammelband „Solidarisch gegen Klassismus“) und ist zudem Redakteur und Mitherausgeber des Dishwasher, einem Magazin von und für studierende ArbeiterInnenkinder.

Zugang zur Veranstaltung:

https://uni-giessen.webex.com/uni-giessen/j.php?MTID=m890c17801dc0439422a72df062b11c7d
Meeting-Kennnummer: 174 763 7160
Passwort: MKr3BAbJ3X859c17fa0ba384f0888bc5d072e26fb94

Über Videosystem beitreten
Wählen Sie 1747637160@uni-giessen.webex.com
Sie können auch 62.109.219.4 wählen und Ihre Meeting-Nummer eingeben.

Über Telefon beitreten
+49-619-6781-9736 Germany Toll
+49-89-95467578 Germany Toll 2
Zugriffscode: 174 763 7160

Mrz
13
Sa
Lesung mit Christian Baron: „Ein Mann seiner Klasse“
Mrz 13 um 15:00 – 17:30

Hinweis:
Aufgrund der gegenwärtigen Entwicklungen der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden neuen Maßnahmen musste die Lesung mit Christian Baron leider vom 06. November auf den 13. März 2021 verschoben werden. Nach wie vor ist die Lesung im Hybrid-Format geplant.


Kooperationsveranstaltung mit dem Georg-Büchner-Club Gießen

Hinweis:
Da die Teilnehmer*innenzahl aufgrund der aktuellen Situation begrenzt ist, ist eine Anmeldung sowie die Dokumentation der Teilnehmer*innen nötig. Genaue Informationen dazu folgen im neuen Jahr. Ewird einen Livestream mit der Möglichkeit, Fragen zu stellen, geben.

In seinem Anfang 2020 erschienen Buch „Ein Mann seiner Klasse“ schildert Christian Baron seine Kindheit mit einem gewalttätigen Vater, seinen Bildungserfolg entgegen aller Wahrscheinlichkeiten und seine subjektiven Erfahrungen mit Klassismus. Barons autobiographische Schilderungen geben Einblick in diese bislang noch wenig beleuchtete Diskriminierungskategorie und werfen zahlreiche Fragen im Hinblick auf Klassenstruktur und Klassenerfahrung in der deutschen Gesellschaft auf. Das Buch liefert damit zahlreiche Ansatzpunkte für autobiographische Sozioanalyse, wie sie von Pierre Bourdieu, bell hooks oder Didier Eribon bekannt ist.

Christian Baron ist Journalist. Nach Stationen bei der Lokalzeitung Die Rheinpfalz und Neues Deutschland sowie Veröffentlichungen u.a. bei der Neuen Zürcher Zeitung ist er seit 2018 Redakteur bei der Wochenzeitung Freitag. Er wurde 1985 in Kaiserslautern geboren und studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Germanistik in Trier. Er ist Arbeiterkind und veröffentlichte 2016 ein Buch mit dem Titel: „Proleten, Pöbel, Parasiten. Warum die Linken die Arbeiter verachten“.