Calendar

Sep
28
Tue
Der Antisemitismus und das Verhältnis der AfD zum jüdischen Staat
Sep 28 um 18:15 – 19:15
Der Antisemitismus und das Verhältnis der AfD zum jüdischen Staat

Nicht an Israels Seite, an seiner Stelle wollen sie sein. Der Antisemitismus und das veränderte Verhältnis der AfD (und anderer) zum jüdischen Staat.

Der Antisemitismus äußerte sich auch bei Parteien wie AfD und FPÖ bis vor wenigen Jahren im antizionistischen Ressentiment. Obwohl es nach wie vor weit verbreitet ist, sind die neuen Bekenntnisse zu Israel gerade aus diesem politischen Lager heute nicht mehr zu überhören.

Die parlamentarisch erfolgreiche extreme Rechte hat sich aber weder tatsächlich vom Antisemitismus abgewandt, noch ist die Hinwendung zu Israel ausschließlich strategisch. Deshalb stellt sich die Frage, wie diese ernst gemeinte proisraelische Positionierung vor dem Hintergrund des Antisemitismus zu erklären ist. Der Vortrag analysiert das neue Verhältnis von Teilen der extremen Rechten zu Israel als Identifizierung mit Israel als imaginiertem Angreifer und zeigt, dass es ihnen nicht um den realen Staat, seine Bevölkerung und dessen reale Bedrohung geht, sondern sie sich selbst an die Stelle des schlagkräftigen Opfers setzen, das sie in Israel sehen.

Nikolai Schreiter lebt und arbeitet in München. Er ist unter anderem Autor von “Nicht an der Seite, an der Stelle Israels wollen sie sein. AfD, FPÖ und die Identifizierung mit dem imaginierten Angreifer” (2019) in Heft 14 der Zeitschrift sans phrase – Zeitschrift für Ideologiekritik.

Zur Veranstaltung:
https://uni-giessen.webex.com/uni-giessen/j.php?MTID=m41c052b27e0eab9dc6c230286f4966ad
Dienstag, 28. Sep. 2021, 18:15
Meeting-Kennnummer: 2731 358 9261
Passwort: AadqP4v7Jg5

Über Videosystem beitreten
Wählen Sie 27313589261@uni-giessen.webex.com
Sie können auch 62.109.219.4 wählen und Ihre Meeting-Nummer eingeben.

Über Telefon beitreten
+49-619-6781-9736 Germany Toll
+49-89-95467578 Germany Toll 2
Zugriffscode: 273 135 89261

Oct
7
Thu
Formen des Judenhasses von der Antike bis zur Gegenwart
Oct 7 um 18:15 – 19:15
Formen des Judenhasses von der Antike bis zur Gegenwart

Der Hass auf Jüdinnen und Juden ist auch noch im 21. Jahrhundert ein weltweit verbreitetes und mörderisches Phänomen. Nicht nur islamistische Regime wie der Iran und die vom ihm unterstützten Terrorgruppen Hamas und Hisbollah bedrohen Jüdinnen und Juden, auch in den ‚westlichen‘ Gesellschaften grassieren antisemitische Vorstellungen – auf allen Seiten des politischen Spektrums, in allen sozialen Schichten und Berufsgruppen, bei berühmten Dichtern und Philosophinnen, bekannten Journalisten, muslimischen und christlichen Friedensfreunden, linken Aktivistinnen und rechten Populisten. Dabei tarnen sich antisemitische Ideologien nach Auschwitz oft semantisch, was es nicht leicht macht, sie zu erkennen. Manchmal glauben die Vertreter des neuen alten Antisemitismus auch wirklich, sie seien Humanisten und könnten daher gar nicht antisemitisch denken und handeln, was die Sache eher gefährlicher macht. Insbesondere im Hass auf Israel, firmierend unter dem Label der „Israelkritik“, setzen sich sämtliche Topoi des bisherigen Antisemitismus und die Bedrohung der Jüdinnen und Juden mit einem zweiten Holocaust fort.

Der Vortrag stellt die zentralen Formen des Judenhasses, vom christlich-religiösen und islamischen über den klassisch-modernen bis hin zum Antisemitismus nach Auschwitz vor.

Dr. Ingo Elbe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Privatdozent am Institut für Philosophie der Universität Oldenburg. Zum Thema publizierte er zuletzt: The Anguish of Freedom. Is Sartre’s existentialism an appropriate foundation for a theory of antisemitism? In: Antisemitism Studies/April 2020. 2021 erschien sein Buch Gestalten der Gegenaufklärung. Untersuchungen zu Konservatismus, politischem Existentialismus und Postmoderne (2. erw. Aufl.), in dem auch die Themen Antisemitismus und Holocaustrelativierung behandelt werden. Online zu finden ist die erweiterte Version seines darin publizierten Aufsatzes “ it’s not systemic”. Antisemitismus im postmodernen Antirassismus (https://www.rote-ruhr-uni.com/cms/texte/article/it-s-not-systemic-658 )

Zur Veranstaltung:
https://uni-giessen.webex.com/uni-giessen/j.php?MTID=md8bc2f1fe6d7a491f91df11860003b86
Donnerstag, 7. Okt. 2021, 18:15
Meeting-Kennnummer: 2732 221 5519
Passwort: 3iXTs6rMvK3

Über Videosystem beitreten
Wählen Sie 27322215519@uni-giessen.webex.com
Sie können auch 62.109.219.4 wählen und Ihre Meeting-Nummer eingeben.

Über Telefon beitreten
+49-619-6781-9736 Germany Toll
+49-89-95467578 Germany Toll 2
Zugriffscode: 273 222 15519