Ökologie und Klimagerechtigkeit

Drastische Transformationsprozesse werden nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen des IPCC in der bevorstehenden Zeit notwendig sein um die beispiellose anthropogene Klima-, Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitskrise abzuwenden. Daher sieht die Koalition es als ihre, über die im Hochschulgesetz hinaus gegebene Pflicht an, den Mitstudierenden eine Möglichkeit zu geben, informiert an einem breiten Angebot aus den aktuellen Handlungsfeldern der ökologischen Gerechtigkeitsbewegung teilhaben lassen zu können. Dazu gehört für die Koalition das punktuelle Bewusstmachen von Problematiken und die Theorievermittlung in Vorträgen und Diskussionen genauso, wie zukunftsgewandte Verhaltensmuster in Workshops und sonstigen Veranstaltungsformaten zu stärken. 

Darüber hinaus begreift sich die Koalition als durchlässige Sternspitze der Studierendenschaft, die verstärkt das vollständige Potential in den gesamten Hochschulkosmos der Justus-Liebig-Universität hineinzuwirken ausbauen möchte um die Universität der „grünen, kurzen Wege“, auch für zukünftige Generationen, lebenswerter zu gestalten und erhalten. Hierzu wird sich der AStA in enger Zusammenarbeit mit den bestehenden Öko-Initiativen, Mitstudierenden und Organisationen in Gespräche mit der Universitätsverwaltung, dem Studentenwerk Gießen und der Landesregierung begeben um unbequeme, aber unerlässliche Forderungen zur massiveren Berücksichtigung ökologischer Aspekte, immer im Balanceakt mit sozialen Gesichtspunkten, beim Wirtschaften der Versorgungs- und Verwaltungsapparaturen unserer Universität durchsetzen zu können. Um die Klimaneutralität bis 2030 zu erreichen, forciert der AStA die autarke Stromversorgung der AStA-Räumlichkeiten, einen nachhaltigen Bau eines Studierendenhauses, sowie ökologischere Richtlinien für das Handeln in den studentischen Gremien und Organen der Universität. So geht die Verfasste Studierendenschaft mit bestem Beispiel voran. 

1. Stärkung von verantwortungsbewussten Verhaltensmustern 

  • Durchführung einer ökologisch-sozialen Erstsemester-Woche 
  • Veranstaltung eines nachhaltigen Wintermarkts, eines Naturkosmetik-Workshops, einer Wildkräuter- und Pilzwanderung, einer Kleidertauschparty
  • Durchführung einer klimafreundliche Nudgingkampagne, bspw. über Sticker und Plakate an Lichtschaltern und Fenstern in Rücksprache mit der Universität
  • Angebot von Vorträgen zur Ursache und Behebung der ökologischen Gerechtigkeitskrise

2. Stärkung eines ökologischeren Hochschulbetriebs 

  • Zusammenbringung aller Statusgruppen in Diskussionsformaten zum Austausch über den Stand der Nachhaltigkeitsanstrengungen an der Universität 
  • Führen von Gesprächen mit dem Studentenwerk und der Universität, um nachhaltige Infrastruktur bei Neubauten zu erreichen
  • Vorantreiben der Campus-Begrünung (z.B. Streuobstwiesen, Hochbeete), v.a. im „Campus der Zukunft“
  • Erörterung der Bedingungen für die Einführung eines Green Office
  • der Forderung die Aspekte der Nachhaltigkeit nach den Substainability Development Goals dauerhaft stärker in Forschung und Lehre aller Fachbereiche einzubringen Nachdruck zu verleihen
  • Führen von Gesprächen mit Foodsharing und der Hochschulgastronomie über die Möglichkeit einer Fairteiler-Station auf dem Uni-Gelände
  • Reduktion von Plastikverpackungen in den Mensen (v.a. Coffee to Go Becher)
  • Verteuerung des Fleisch-Angebots im Verhältnis zu vegetarischen/veganen Gerichten

3. Weiterführung dauerhafter Projekte: 

  • Betreuung der Givebox 
  • Betreuung des studentischen Gemeinschaftsgartens „Paradieschen“
  • Nachhaltigkeitspotentialmelder als studentischer Ansprechpartner an der Universität

Kontakt

oekologie@asta-giessen.de