Hochschulpolitik

Das bestehende Engagement motivierter Student*innen als verfasste Gruppierung innerhalb eines über den Hochschulraum hinausgehenden politischen Netzes zivilgesellschaftlicher Akteur*innen, kann, angesichts der anzustrebenden und dringend notwendigen sozialen, wie ökologisch gerechten Transformationen, nicht auf eine Reproduktion der bestehenden Partizipationsstrukturen abzielen. Stattdessen ist, über eine fair zu gestaltende instrumentelle Chancengleichheit innerhalb der Statusgruppen der Hochschulen hinaus, für ein gutes Leben und Studium zu kämpfen – sei dies beispielsweise im Rahmen von niedrigschwellig zugänglichen Informationsangeboten im politischen Willensbildungsprozess um u.a. eine direktere Teilhabe aller Student*innen zu erleichtern oder der langfristigen Forderung nach der barrierefreien Ausfinanzierung der Hochschulen durch Bund und Länder, sowie der Interessensvertretung aller Student*innen in dem Streben nach einer bedarfsgerechten, unabhängigen Studienfinanzierung, sodass die Entscheidung eines*r jede*n einzelnen Student*in als Wurzelfinger des solidarischen studentischen Kollektivs für das gute Leben offen, abgesichert und informiert getroffen werden kann. 

Anliegen des Referats für Hochschulpolitik:

1. Erstsemester 

  • Vorstellung des AStAs bei Erststudierendenbegrüßungen (dies ist politisierend zu gestalten) 
  • Einführungsveranstaltungen für Erstsemester sollen anstelle einer weiteren Kommerzialisierung politisiert werden; mögliche Projekte für eine ökosoziale, alternative Einführungswoche bzw. Kritische Einführungswoche sollen gefördert werden 

2. Demokratie, Teilhabe und Hochschulwahlen 

  • Erstellung eines „Wahl-o-mats“ für die studentischen Gremienwahlen 
  • Etablierung einer gerechten Wahlkampffinanzierung der Hochschulgruppen 
  • Einforderung der quotierten Viertelparität in allen Gremien
  • Prüfung der Etablierung regelmäßiger studentischer Vollversammlungen (z.B. mindestens eine pro Legislatur)
  • Nutzung von Online-Stimmungsbildern und digitaler Urabstimmungen
  • Vereinfachung des Raumvergabeverfahrens für studentische Initiativen
  • Konzeption von Kampagnen zu den Themen Klassismus (Arbeiter*innenkinder), Demokratie (Gremienanteil der Statusgruppen) und Gleichberechtigung (Frauen*anteil in Statusgruppen)

3. Hilfskräfte 

  • aktive Zusammenarbeit mit Gewerkschaften (z.B. ver.di und GEW) 
  • Durchführung einer Vollversammlung für studentische Beschäftigte

4. Politik außerhalb der universitären Selbstverwaltung 

  • Herantragen landespolitischer Forderungen an die Landesregierung über die Landes-ASten-Konferenz 
  • Prüfung des Beitritts in den fzs (freier zusammenschluss von student*innenschaften e.V.“)
  • Beteiligung an Kampagnen zur Einrichtung eines dynamischen, den tatsächlichen Lebensunterhaltungskosten angepassten, herkunftsunabhängigen BAföG,

5. Studium 

  • Aufhalten der Ökonomisierung der Forschung und Lehre 
  • finanzielle Entlastung der Studierenden (Einklagen und Rückgabe des Verwaltungskostenbeitrags)
  • die Etablierung einer tatsächlichen Zivilklausel sowie einer Nachhaltigkeitsklausel
  • Teilnahme an den Aktionen der Kampagne „Lernen am Limit“

Kontakt

hopo@asta-giessen.de