Papierflieger als Zeichen unserer Solidarität #leavenoonebehind

20 000 Leute auf engstem Raum, viel zu wenige Sanitäranlagen und kaum medizinische Versorgung. Die Lage in Moria und den anderen Flüchtlingscamps auf den griechischen Inseln war schon vor der Corona-Krise unmenschlich. Doch durch die Covid-19 Bedrohung ist es mehr als unverantwortlich die Menschen dort im Stich zu lassen.
Um auf die verzweifelte Lage der Bewohner*innen aufmerksam zu machen und unsere Politiker*innen aufzufordern, endlich zu handeln, möchten wir in Gießen am Kugelbrunnen ein Zeichen setzen. Indem wir getrennt voneinander und zeitlich versetzt selbstgebastelte Papierflieger, Transparente und Plakate dort ablegen, können wir uns gemeinsam für Zusammenhalt und Solidarität in der Coronakrise stark machen.
Es ist uns sehr wichtig, mit dieser Aktion niemanden zu gefährden. Falls ihr beim Ablegen eurer Werke auf andere Leute trefft, wartet bitte bis sie weg sind und haltet immer den Sicherheitsabstand von mindestens 2m ein.
Also kommt am Mittwoch und Donnerstag am Kugelbrunnen vorbei und lasst uns zwar räumlich getrennt, aber doch im Herzen verbunden, unsere Solidarität zeigen! hier weiterlesen

Vortrag von Harry Waibel: Antisemitismus in der DDR

Antisemitismus in der DDR Harry Waibel Bis zum Untergang der DDR wurden neonazistische, rassistische und antisemitische Propaganda und Gewalttaten offiziell als ein Staatsgeheimnis behandelt und über das Ende der DDR hinaus verleugnet und verdrängt. Unter den etwa 7000 neonazistischen Angriffe lag der Anteil antisemitischer Attacken bei etwa 900 und davon sind etwa 145 Schändungen jüdischer Friedhöfe und Gräber. Die Straftaten sind ein Ausdruck der in allen Bezirken der DDR aktiven rechten Bewegung, deren organisatorische Zentren über 100 neonazistische Gruppen bildeten. Die SED, besonders ihre Führung, nahm die Rechten in der DDR bis Anfang 1988 kaum wahr. Seit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten haben nach staatlichen Angaben mehrere hunderttausend rechte Propaganda- und Gewaltstraftaten stattgefunden. Es gab in diesem Zeitraum über 370 Tote und tausende Verletzte. Der Anteil der Täter stammt überproportional aus den neuen Ländern im Osten. Fälschlicherweise wurde behauptet, diese Entwicklung wäre ausschließlich den ökonomischen, sozialen und politischen Verwerfungen seit dem Vereinigungsprozess geschuldet. In beiden deutschen Staaten gab es Neonazismus, Rassismus und Antisemitismus. Sie bilden die historischen Voraussetzungen dafür, dass es in der Gegenwart zu den brandgefährlichen gesellschaftspolitischen Verhältnissen kommen konnte. Ausgangspunkt für diese Entwicklung war die in beiden deutschen Staaten gescheiterte Entnazifizierung.

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Pressemitteilung des AStA der Justus-Liebig-Universität zu den Vorwürfen gegen die Prüfungsstelle Gießen der Hessischen Lehrkräfteakademie

Letzte Woche wurde von einer anonymen Gruppe eine Recherche über die Prüfungsstelle Gießen der Hessischen Lehrkräfteakademie veröffentlicht, die schwere Vorwürfe gegen den Leiter der Prüfungsstelle erhebt. Darin wird unter anderem von der Auslage antimuslimischer Texte in der Prüfungsstelle sowie über die Beeinflussung von Prüfungssituationen berichtet. Die bekannt gewordenen Vorfälle zeichnen ein fortlaufendes Bild zu den bereits im Februar diesen Jahres vorgefallenen Ereignissen im Bezug auf Diskriminierung an der Hessischen Lehrkräfteakademie. hier weiterlesen