Ausschreibung zum Kunstpreis des AStA 2023

Hiermit lobt der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der JLU seinen Kunstpreis des Jahres 2023 aus.

Die Ausschreibung ist mit einem Preisgeld von 100 Euro für den ersten Platz, 50 Euro für den zweiten Platz, 30 Euro für den dritten Platz und 20 Euro für den vierten Platz sowie für die zur Shortlist nominierten Werke mit einer Kunstausstellung verbunden.

Titel der Ausstellung: declassify

Klassismus bedeutet, dass Menschen aufgrund ihrer Bildungs- und sozialen Herkunft systematisch und strukturell diskriminiert und unterdrückt werden. Das betrifft alle Formen von Diskriminierung, die auf soziale Klassen zurückgehen. An Hochschulen gibt es einen bestimmten „akademischen Habitus“, der von Menschen geprägt wurde, die eine akademische Ausbildung haben. Dieser Habitus umfasst Regeln, Lebensstil, Sprache und die Art und Weise, wie man sich durch lockeren Small Talk als Teil der akademischen Welt ausweist.

Beispielsweise wird in Diskussionsrunden aus einem inklusiven „Ich stimme dir zu“ ein ausgrenzendes „Das sekundiere ich“. Kinder aus nichtakademischen Familien müssen diese Dinge erst lernen, was berechtigterweise am Anfang einschüchternd sein kann und bei Betroffenen das Gefühl von Ausgeschlossenheit und Wut gegenüber dem System und denjenigen, die es aufrechterhalten, hinterlässt. Nicht nur sprachlich setzt sich diese
Benachteiligung fort. Es gibt Zeitkonflikte beim Lernen und Kursbesuch aufgrund von Nebenjobs, finanzielle Hürden für unvorhergesehene Seminarausgaben und andere Kosten. Lehrende haben oft wenig Verständnis für die Herausforderungen, mit denen nichtakademische Studierende konfrontiert sind.

Türkisch-nationalistische Strömungen und Organisationen sind in Deutschland keine Neuheit. Seit Jahrzehnten sind türkische Nationalist*innen und Rechte auch in Teilen der türkeistämmigen Bevölkerung aktiv – und dies weitgehend ungestört.
Nationalistische und extrem rechte Organisationen wie bspw. die “Grauen Wölfe” bieten gerade für Jugendliche Identitäts- und Gemeinschaftsangebote, die sich auf eine mythisch überhöhte Geschichte des “Türkentums” berufen.
Gegenüber einem türkischsprachigen Publikum werden die nationalistischen Inhalte offen propagiert, im öffentlichen Erscheinungsbild und in deutschsprachigen Verlautbarungen wird allgemein Wert darauf gelegt, den Anschein “ganz normaler” Vereine zu wahren, deren vereinsinterne Arbeit und Aktivitäten im Stadtteil keinerlei politischem Anspruch folgen würden. Ohne Kenntnisse der entsprechenden Netzwerke, Organisationen, Symbole und Codes fällt es schwer, extrem rechte türkische Akteure und deren Aktivitäten zu erkennen und einzuordnen. hier weiterlesen

Auch dieses Jahr feiern wir im Kulturbahnhof Lollar gebührend in den 1. Mai, bevor wir am nächsten Tag auf die Straße gehen! Die Tanz in den Mai-Party der DGB Jugend Mittelhessen startet um 19:00 Uhr bzw. mit einem Graffiti-Workshop vom Künstlerkollektiv ODK um 18:00 Uhr. Hier können Schilder für die Demos am 1. Mai gesprayt werden. Sowohl in Gießen als auch in Marburg wird es einen Gewerkschaftsjugendblock geben, in den ihr euch gerne einreihen könnt! Es gibt Getränke, Spiele und Gegrilltes. Außerdem freuen wir uns enorm auf zwei Bands aus der Region: Einsneunzig (ab 22:00 Uhr) und Brightview (ab 21:00 Uhr)! Der Eintritt ist frei. Einen großen Dank für die finanzielle Unterstützung an die IGBCE OG Biedenkopf, IGM Mittelhessen, GEW HUF Mittelhessen und der DGB Jugend Mittelhessen, an den DGB KV Gießen für die Räumlichkeiten, den Kolleg:innen des IGM OJA Mittelhessen fürs Grillen, den Bands und natürlich allen Organisator:innen! Am 1. Mai werden wir ab 10:30 Uhr in Gießen gemeinsam mit den Gewerkschaften für gerechte Löhne, gute Bildung und faire Arbeitsbedingungen demonstrieren. Davon profitieren auch wir Studierende, die neben dem Studium arbeiten müssen und die in prekären oder befristeten Verhältnissen angestellt sind. Deshalb heraus zum 1. Mai, dem internationalen Tag der Arbeiter:innenklasse!

Rechter Terror in Hessen

Rechter Terror kann sich auch in Hessen jederzeit Bahn brechen. Die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke im Juni 2019, das Attentat von Hanau im Februar 2020, bei dem zehn Menschen ermordet wurden, sowie der Mordversuch von Wächtersbach im Juli 2019 haben dies deutlich gemacht. Auch wenn wir es in den letzten Jahren mit einer neuen Qualität rechter Gewalt zu tun haben, so zeigt der Blick in die Geschichte, dass rechter Terror eine permanente Begleiterscheinung der Geschichte der BRD ist. Die Spuren dieser Gewalttaten lassen sich auch in Hessen weit über den NSU-Mord 2006 in Kassel hinaus zurückverfolgen.

In einem Vortrag werden zentrale Erkenntnisse des im März 2023 erscheinenden Buches „Rechter Terror in Hessen – Geschichte, Akteure, Orte“ von Sascha Schmidt und Yvonne Weyrauch vorgestellt und diskutiert. Dabei werden die Referent*innen auch auf Besonderheiten in Stadt Gießen und Landkreis eingehen.

Pressemitteilung der Landes-ASten-Konferenz Hessen

Die Landes-ASten-Konferenz, der Zusammenschluss der hessischen Studierendenvertretungen, hat am Dienstag, den 17.01.2023 die Studierenden zum landesweiten Protest aufgerufen. Unter dem Motto „Studieren statt Frieren! – Vom Hörsaal auf die Straße“ fanden Kundgebungen mit insgesamt etwa 600 Demonstrierenden in Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Marburg, Fulda und Kassel statt. Die ASten schlossen sich zudem den Forderungen der Gewerkschaften nach mehr Entfristung der wissenschaftlichen Beschäftigten an. hier weiterlesen

Hörsaalbesetzungen deutschlandweit
Seit Oktober findet deutschlandweit die Protestform der Hörsaalbesetzung unter Studierenden wieder regen Zuspruch. Ob in Göttingen, München oder Jena – Studierende schließen sich zusammen, um ihr soziales Umfeld, die Hochschule, als Raum zu repolitisieren und wieder streitbar zu machen. hier weiterlesen