Der Antisemitismus und das Verhältnis der AfD zum jüdischen Staat

Nicht an Israels Seite, an seiner Stelle wollen sie sein. Der Antisemitismus und das veränderte Verhältnis der AfD (und anderer) zum jüdischen Staat.

Der Antisemitismus äußerte sich auch bei Parteien wie AfD und FPÖ bis vor wenigen Jahren im antizionistischen Ressentiment. Obwohl es nach wie vor weit verbreitet ist, sind die neuen Bekenntnisse zu Israel gerade aus diesem politischen Lager heute nicht mehr zu überhören.

Die parlamentarisch erfolgreiche extreme Rechte hat sich aber weder tatsächlich vom Antisemitismus abgewandt, noch ist die Hinwendung zu Israel ausschließlich strategisch. Deshalb stellt sich die Frage, wie diese ernst gemeinte proisraelische Positionierung vor dem Hintergrund des Antisemitismus zu erklären ist. Der Vortrag analysiert das neue Verhältnis von Teilen der extremen Rechten zu Israel als Identifizierung mit Israel als imaginiertem Angreifer und zeigt, dass es ihnen nicht um den realen Staat, seine Bevölkerung und dessen reale Bedrohung geht, sondern sie sich selbst an die Stelle des schlagkräftigen Opfers setzen, das sie in Israel sehen.

Nikolai Schreiter lebt und arbeitet in München. Er ist unter anderem Autor von „Nicht an der Seite, an der Stelle Israels wollen sie sein. AfD, FPÖ und die Identifizierung mit dem imaginierten Angreifer“ (2019) in Heft 14 der Zeitschrift sans phrase – Zeitschrift für Ideologiekritik.

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