Lesung mit Sahra Rausch: „Akademische Außenseiter*innen – Sprechen über Klassismus in der Wissenschaft“

Hinweis:
Aufgrund der gegenwärtigen Entwicklungen der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden neuen Maßnahmen kann die Lesung mit Sahra Rausch leider nicht wie geplant in Hybridform am 24.11. stattfinden. Stattdessen gibt es eine Online-Lesung. Informationen zur Plattform etc. folgen zeitnah.

 

Im August erschien der Sammelband Klassismus und Wissenschaft: Erfahrungsberichte und Bewältigungsstrategien (Hrsg.: Riccardo Altieri, Bernd Hüttner), der die strukturellen Benachteiligungen aufgrund der sozialen Herkunft ins Zentrum seiner Beiträge stellt. In ihrem autobiographischen Artikel Akademisches Außenseitertum: Mit Vulgarität gegen die Trägheit des akademischen System beschäftigt sich Sahra Rausch mit den Gefühlen der Scham und des Verrats, die unweigerlich auf die wachsende Entfremdung vom Elternhaus folgen. Gleichzeitig reichen Bildungserwerb und -aufstieg allein nicht aus, um zum Wissenschaftsbetrieb dazuzugehören. Wie kann dem begegnet werden? – Wobei ausschließlich persönliche Bewältigungsstrategien zu kurz greifen. Den Beitrag als Ausgangspunkt verstehend, möchte die Lesung einen Raum für den Erfahrungsaustausch schaffen, um der sozialen Herkunft eine größere Bedeutung als Kategorie struktureller Ungleichheit beizumessen.

Sahra Rausch ist Doktorandin am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) in Gießen und promoviert zur erinnerungspolitischen Aufarbeitung kolonialer Vergangenheiten in Deutschland und Frankreich. Außerdem ist sie Mitgründerin der Intiative „Just_unbefristet“, die sich für bessere Bedingungen im akademischen Mittelbau einsetzt.