Workshop mit Susanne Pawlewicz: „Klassismus und soziale Ungleichheit in der Hochschule“

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Die Alma Mater – Ort der freien Entfaltung, der Absicherung, der intellektuellen Erfüllung und zugleich Ort sozialer Kämpfe: meist in ihrer subtilsten Form. Soziale Ungleichheit findet zwar in einigen Fachrichtungen Beachtung, doch verbleibt sie als blinder Fleck am Ort des eigenen Handelns, dem Feld der Universität. Die universitäre De-Thematisierung der sozialen Herkunft von Lehrenden und Studierenden trägt zur Reproduktion und Verschärfung von gesellschaftlichen Ungleichheitsmechanismen bei, indem sie diese ignoriert. Im Workshop wollen wir vor dem theoretischen Hintergrund des Soziologen Pierre Bourdieu der Herstellung und Verschleierung sozialer Ungleichheit im Hochschulwesen auf die Spur kommen; Verunsicherung und Fremdheitsgefühle, Privilegien und Benachteiligung reflektieren. Aus bildungsbiographischer Perspektive werden wir über den Einfluss der sozialen Herkunft auf das eigene Denken, Wahrnehmen und Handeln sprechen und sozial vermittelte Wahrnehmungs- und Bewertungsformen analysieren.

Susanne Pawlewicz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich „Allgemeine Pädagogik und Pädagogik der Natur- und Umweltwissenschaften“ des Instituts für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik der TU Darmstadt. Seit April 2018 arbeitet sie im zQSL-Projekt „Bildungsaufstieg statt Bildungsausstieg: Förderung der Selbst- und Berufskompetenz von Studierenden nicht-akademischer Herkunft“. Im Projekt wurden Workshops und Seminare entwickelt, um die (Re-) Produktion sozialer Ungleichheit innerhalb des tertiären Bildungssektors zu thematisieren.

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